- Ressourcenaktivierung: Vortrag, Workshop oder Coaching
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ResilienzResilienz, Widerstandskraft, Trainer, Zürcher Ressourcen Modell, Seminar, Workshop, PSI-Theorie, Hartmut Neusitzer

- Krisen als Entwicklungschance nutzen


Ob wir mit Problemen fertig werden oder an ihnen „zu scheitern“ bzw. in „eine Problemhypnose verfallen“ hat viel damit zu tun, wie wir ihnen begegnen. Während man in der Psychologie früher immer untersucht hat, warum und unter welchen Bedingungen Störungen und charakterliche Fehlentwicklungen zustande kommen, untersucht man seit einiger Zeit bewusst die Personen, die offensichtlich besondere Stärken oder besondere psychologische Fähigkeiten entwickelt haben. Eine dieser Forschungsrichtungen beschäftigt sich mit Jugendlichen und Erwachsenen, die unter psychologisch gesehen ungünstigen Bedingungen - großartige Entwicklungen gezeigt haben, man nennt diese besondere Stärke "Resilienz" und spricht von "resilienten Persönlichkeiten" (mit "Resilienz" wird in der Psychologie die psychische und physische Stärke bezeichnet, die es Menschen ermöglicht, Lebenskrisen ohne langfristige Beeinträchtigung zu meistern). Resilienz ist also die Variante der Gestalterhaltung, die eine handlungsorientierte Auseinandersetzung mit Misserfolgen und anderen schmerzhaften Erfahrungen ermöglicht.

Die Resilienzforschung hat sieben Fähigkeiten "resilienter Persönlichkeiten" ermittelt:

  1. Sie akzeptieren die Situation (Krise) UND die damit verbundenen Gefühle
  2. Sie suchen nach Lösungen
  3. Sie lösen ihre Probleme nicht allein
  4. Sie fühlen sich nicht als Opfer
  5. Sie bleiben optimistisch
  6. Sie geben sich nicht selbst die Schuld
  7. Sie planen ihre Zukunft

Jede Situation verlangt nach einer anderen Strategie. Jeder Mensch muss seinen eigenen Weg finden, der ihn aus schwierigen Situationen herausführt.

Kann man Resilienz lernen?
An dieser Stelle ist es möglich, die in vielen Ratgebern zur Lebenshilfe propagierten Konzepte wie Selbstwirksamkeit, Kontrollierbarkeit (Frustrationstoleranz) oder Positives Denken innerhalb eines funktionierenden Gesamtsystems zu verstehen. Empfehlungen wie „Man muss nur positiv denken“ oder „Man muss nur an sich glauben“ geben zwar eine interessante Beobachtung wieder, nämlich dass erfolgreiche Menschen meist ihre Kontrollierbarkeit und Selbstwirksamkeit höher einschätzen und auch positiver denken als weniger erfolgreiche. Diese Konzepte greifen jedoch zu kurz, wenn man wissen möchte, was man tun kann, was man lernen muss, um diese wunderbaren Gaben zu entwickeln. Die Ergebnisse aus der Forschung zur gelernten Hilflosigkeit haben gezeigt, dass Leistungseinbußen nach Misserfolgserfahrungen nicht primär auf generalisiertem Pessimismus beruhen, sondern auf Beeinträchtigungen der Affektregulation*1, die ihrerseits dann die Leistung und sekundär auch den Optimismus reduzieren können.

Mit dem Verständnis der Modulationsannahmen der PSI-Theorie, können für jede konkrete Situation spezifische Übungspläne entwickelt werden.

Siehe auch mein Workshop- und Vortragsangebot.

 



*1
Die Fähigkeit zur Affektregulation ist die Königsdisziplin des Selbstmanagements.
siehe Glossar



 


Quelle
Persönlichkeit und Motivation in Unternehmen - Anwendung der PSI-Theorie iin Personalauswahl und -entwicklung
Kuhl, Scheffer, Mikoleit, Strehlau




 

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